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13.06.2014 11:32

Rätsel um gestiegene Suizidalität

bis vor kurzem noch galt der gesellschaftliche Kampf gegen den Suizid in der Bundesrepublik als medizinische Erfolgsgeschichte wie nur wenige sonst. Aber seit 2007 das Jahr mit der geringsten Selbsttötungsrate erreicht wurde, steigen die Zahlen wieder und mehrere Ursachen sind denkbar.

Von: Verus Medizinteam

Eigentlich hatte man den langjährigen Erfolg im Kampf gegen den Suizid auf die fruchtbare Aufklärung über die Volkskrankheit Depression zurückgeführt, der Betroffenen und Angehörigen die Behandlungsmöglichkeiten bei Depressionen näher gebracht habe und auch das Erkennen von Warnzeichen der Depression oder des Burn outs stärker in den Mittelpunkt der öffentlichen Aufmerksamkeit rückte.

Aber quer durch alle Industrienationen mit vergleichbaren Lebensbedingungen bei nur wenigen Ausnahmen steigt die Suizidalität seit 2007 wieder an. Eine Erklärung bieten gerade Forscher im British Journal of Psychiatry (online), für sie trägt die Weltwirtschafts- und Finanzkrise die Schuld an dieser Entwicklung. Zunehmende Sorgen und wirtschaftliche Nöte begünstigen in dieser Sichtweise das verstärkte Aufkommen der Depression.

Vor dem Hintergrund der konstant guten guten Behandelbarkeit einer Depression wirkt der neueste Anstieg der Betroffenenzahlen nur umso rätselhafter. Da auch schwere depressive Episoden sehr gut auf eine Kombination aus psychotherapeutischen und medikamentösen Methoden ansprechen, ist eine solche Ausweitung medizinisch überhaupt nicht zu rechtfertigen. 

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